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Passionszeit



Von Aschermittwoch bis Ostern die Welt ein wenig besser machen. Jeden Tag.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde die alte kirchliche Tradition, in den Wochen vor Ostern zu fasten, in der evangelischen Kirche neu entdeckt. Von der Aktion „7 Wochen Ohne“ haben Sie vielleicht schon gehört. Zu Recht sahen evangelische Christen die Tradition des Fastens lange eher skeptisch, steht sie doch leicht im Verdacht, mit Zwang in Verbindung gebracht zu werden oder ein religiöses Leistungsdenken zu befördern. Von den Reformatoren der Schweiz weiß man, dass sie 1522 sogar demonstrativ zu einen großen, öffentlichen Wurstessen während der Fastenzeit eingeladen haben, um mit dieser – in ihren Augen – „unbiblischen Tradition“ endgültig zu brechen.

Aber vielleicht hilft es ja, neue Möglichkeiten des Lebens auszuprobieren, indem eigene Gewohnheiten aufgebrochen werden und ein inneres Wachstum auch äußerlich sichtbar gemacht wird. Dann ist Fasten kein Zwang mehr, vielmehr eine Challenge. Und es geht nicht nur um Verzicht.

Deshalb, dieses Jahr, in dieser Passionszeit von Aschermittwoch bis Karsamstag: jeden Tag eine Tat, die die Gewohnheit durchbricht und die Welt (und einen selber) ein wenig besser macht.

Machen Sie mit?

17.2.
Die vielleicht schwierigste Challenge steht ganz am Anfang: Seien Sie heute nett zu jedem, der Ihnen begegnet. Also keine Frotzeleien, kein Sarkasmus, keine kritische Bemerkung. Nur Lob, Ermutigung, Wertschätzung.

18.2.
„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
Wahrscheinlich hat Martin Luther diesen ihm häufig zugeschriebenen Satz nie gesagt. Aber wenn er ihn gesagt hätte, dann hätte er Recht. Denn die Hoffnung darf man nie aufgeben.
Ihre Aufgabe für heute:
Ein Apfelbäumchen pflanzen.

19.2.

Wird die Heizung im Haus oder der Wohnung um 1 Grad herunter geregelt, spart man über die komplette Heizperiode gesehen rund 6% an Heizenergie. Einen Temperaturunterschied von einem Grad werden Sie wahrscheinlich gar nicht merken, den einzigen Unterschied, den Sie feststellen werden, ist die geringere Heizkostenrechnung. Ab heute: 1 Grad weniger!

20.2.

Lebensmittel verursachen ca. 15% unserer CO2-Emissionen. Ein wichtiger Schritt zur Reduktion der Emissionen, die durch den Transport entstehen, ist es, saisonal und regional einzukaufen. Der Februar ist zwar noch ein richtiger Wintermonat, mitunter mit Eis und Schnee, trotzdem gibt es regionale Vitaminspender, die verfügbar sind. Kaufen Sie: Porree, Rote Beete, Rosenkohl, Pastinake, Schwarzwurzel, Chicoreé und Feldsalat. Äpfel, Karotten, Karoffeln und Zwiebeln gibt es weiterhin „auf Lager“.

21.2.

Im Vorraum der Erlöserkirche werden Lebensmittel für Obdachlose und hilfsbedürftige Menschen in einem Korb gesammelt. Dieser Korb wird täglich geleert. Wer Unterstützung braucht, holt sich im Kirchenbüro oder im Pastorat ab, was er oder sie braucht. Legen Sie haltbare Lebensmittel gerne in den Korb.

22.2.

Räumen Sie Keller und Schränke leer. „Wärmegebende Artikel“, die gut erhalten sind, die Sie aber nicht mehr brauchen, also Schlafsäcke, Zelte, Isomatten, Winterjacken und -schuhe, Handschuhe und Decken, nimmt z.B. Hanseatic Help entgegen und gibt sie an Menschen, die auf der Straße leben, Geflüchtete oder andere Menschen, die Hilfe brauchen, weiter. Teilweise werden Hilfsgüter auch in Krisenregionen wie Syrien, Irak, Griechenland, Sizilien oder Haiti geliefert.

23.2.

Schreiben Sie einem lange nicht gesehenen Freund, einem entfernten Verwandten, einer ehemaligen Arbeitskollegin eine Postkarte. Aus dem Nichts heraus. Ich denke an Dich. Einfach so.

24.2.

Alte Obst- und Gemüsesorten verschwinden nach und nach, in Supermärkten wird Vielfalt oft nur vorgegaukelt. Bei Greenpeace (www.warenhaus.greenpeace-magazin.de) können Sie ein Tomatensaat-Set mit ungewohnten Sorten wie Black Cherry, Sonnenherz, Zuckertraube u.a. bestellen. Wächst im Garten und auf dem Balkon.

25.2.

„Die müssen doch mal endlich deutsch lernen!“, „Hier muss man sich anständig benehmen!“, „Nicht mal den Müll können die trennen!“ Für geflüchtete Menschen ist es anfangs schwer, sich in Deutschland zurecht zu finden. Die meisten sind zwar sehr motiviert, wissen aber nicht, wie es hier funktioniert. Dann ist es gut, einen „Paten“ an der Seite zu haben. Das Netzwerk „Willkommen in Halstenbek“ versucht, den Start zu erleichtern. Melden Sie sich im Rathaus bei Adham Shannan (Tel. 491122), mit ihm können Sie besprechen, wie Sie helfen können.

26.2.

Manchmal ist es trist im Leben. Dann ist es immer gut, einen Witz parat zu haben. Z.B. diesen: Ein Priester, ein Pastor und ein Rabbi unterhalten sich darüber, wann das Leben beginnt. Der Priester ist klar: Das Leben beginnt, wenn die Eizelle befruchtet wird. Der Pastor überlegt etwas: Naja, ab dem dritten oder vierten Schwangerschaftsmonat kann man das vielleicht sagen, viele meiner Kollegen meinen aber auch, das Leben fängt erst mit der Geburt an. Der Rabbi: Wann das Leben anfängt? Wenn der Hund tot ist und die Kinder aus dem Haus sind!
Lernen Sie heute einen Witz auswendig. Für alle Fälle.

27.2.

Bauen Sie einen Nistkasten für Meise, Kleiber & Co. Gute Bauanleitungen für Nistkästen finden Sie z.B. auf www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/nistkaesten/index.html

28.2.

Dieser Sonntag trägt den Namen Reminiscere, entnommen dem sechsten Vers des Psalm 25: „Gedenke (lateinisch: Reminiscere), Herr, an deine Gerechtigkeit.“ In vielen evangelischen Gottesdiensten wird in besonderer Weise der Unterdrückung von Menschen in anderen Ländern gedacht.
Beteiligen Sie sich an einer Eilaktion auf amnesty.de/mitmachen/argent-action für Menschen, die sonst vergessen werden.

1.3.

Wenn Sie heute einkaufen: Kaufen Sie keine Produkte aus Plastik oder in Plastik verpackt. Zum Weiterdenken: 15 einfache Tipps für ein plastikfrei(er)es Leben gibt es hier: www.utopia.de /galerien/leben-ohne-plastik-diese-tipps-kann-jeder-umsetzen/

2.3.

Demokratie lebt von Information. Was steht auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung? Die Tagesordnung finden Sie auf www.halstenbek.de/verwaltung-politik /kommunalpolitik/ Bilden Sie sich zu jedem einzelnen Tagesordnungspunkt eine eigene Meinung. Wie würden Sie abstimmen?

3.3.

Haben Sie Post bekommen? Schneiden Sie ab heute die Briefmarken aus, sammeln Sie sie und schicken Sie sie dann nach Bethel (Briefmarkenstelle Bethel, Quellenhofweg 25m, 33617 Bielefeld). Oder geben Sie sie in der Arche Noah ab. Dann geben wir sie weiter.

4.3.

WhatsApp-Detox-Tag: Verschicken Sie keine Textnachrichten. Sprechen Sie direkt mit Ihren Mitmenschen. Mit dem Smartphone kann man auch telefonieren!

5.3.

Während des Lockdowns im letzten und in diesem Jahr mussten Restaurants große finanzielle Einbußen hinnehmen. Gehen Sie essen! Und wenn das (immer noch nicht oder wieder) nicht möglich ist, bestellen Sie etwas bei Okyaku, Dolce Vita oder Rocco, Akropolis oder Attika.

6.3.

„Halstenbek räumt auf“ – beteiligen Sie sich am jährlichen Frühjahrsputz! Die Gemeinschaftsaktion beginnt um 9.30 Uhr mit der Verteilung von Müllgreifern, Müllsäcken, Handschuhen und Warnwesten auf dem Rathausplatz.

7.3.

Lassen Sie das Auto stehen. Heute ist Sonntag. Wo wollen Sie schon hin?

8.3.

Nicht jedes Buch muss gekauft werden. Bücher leihen und tauschen sorgt für frischen Wind in der Büchersammlung. Wissen kann erworben – und weitergegeben werden. Im Vorraum der Erlöserkirche (täglich von 10-20 Uhr) und vor der Arche Noah (täglich rund um die Uhr) gibt es eine Open Library zur allgemeinen Nutzung – nicht nur für Christen und Kirchgänger.

9.3.

9000 Menschen warten auf Spenderorgane. Sie haben Ihren Organspendeausweis noch nicht ausgefüllt? Heute den Organspendeausweis bei Ihrem Hausarzt abholen oder bei Ihrer Krankenkasse bestellen!

10.3.

Halten Sie die Tür auf (Nein, liebe Männer, keine Angst, das ist nicht chauvinistisch, das ist höflich!), lassen Sie anderen den Vortritt, sagen Sie danke. Alte Tugenden werden niemals unmodern.

11.3.

Rund 75 kg Lebensmittel wirft der deutsche Durchschnittsbürger jährlich in den Müll. Sagt Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Durch besser geplante Einkäufe (Einkaufsliste!) vermeidet man Impulskäufe. Manche Lebensmittel kauft man aber vielleicht doch zu viel – und mag sie dann nicht mehr gerne essen, weil sie nicht mehr schön anzusehen sind. Dabei könnten sie noch gut verwertet werden. Alte Bananen z.B. für Bananenbrot. Sagt Vikarin Alisa Mühlfried. Hier ihr Rezept:

Bananenbrot mit Schokostücken:
Zutaten:
280gr Mehl
3/4 tl Backsoda
1/2 tl Backpulver
1/2 tl Salz
1 tl Zimt
eine Prise Nelken und Muskat
2 Eier
150 gr Zucker
380 gr sehr reife Bananen (ca. 3 mittelgroße)
60 gr Naturjoghurt
85 gr Butter, geschmolzen
1 Päckchen Vanillezucker
200 gr Schokotropfen oder Stückchen
(170 gr in den Teig, 30gr zum drüber streuen)

Ofen auf 180 Grad vorheizen, eine Kastenform einfetten und mehlen. In einer Schüssel Mehl, Backsoda, Backpulver, Zimt, Salz, Nelken und Muskat vermischen.
Ca 1/2 El abnehmen und mit den Schokochips vermischen.
In einer Schüssel Bananen mit einer Gabel zerdrücken.
In einer großen Schüssel den Zucker und die Eier verrühren. Dann die Bananen, Joghurt, geschmolzene Butter und Vanillezucker unterrühren. Die Mehlmischung zu der Bananenmischung geben und kurz verrühren, bis alles vermischt ist. Dann die Schokotropfen unterheben.

Mischung in die Kastenform geben und ein paar Schokotropfen drüber streuen. Im Ofen ca. 55 Minuten goldbraun backen, bis ein Zahnstocher, der eingestochen wird, ohne Teig wieder rauskommt.

Schmeckt am besten warm oder bei Zimmertemperatur.

12.3.

Wenn Sie heute einkaufen: Kaufen Sie nur Lebensmittel mit biologischen Zutaten und aus fairem Handel. Produkte mit diesen Siegeln garantieren hohe Nachhaltigkeitsstandarts: FAIRTRADE, DEMETER, NATURLAND FAIR, BIOLAND. Bei anderen Siegeln wie dem der Rainforest Alliance oder dem Bio-Kennzeichen der EU gelten weniger strenge Anforderungen, Mindestanforderungen sind aber gegeben.

13.3.

Geranien auf dem Balkon erfreuen zwar das Auge mit ihrer üppigen Blumenpracht, gefüllte Blüten bieten Bienen, Hummeln und Schmetterlingen aber kaum Nahrung. Säen oder pflanzen Sie bienenfreundliche Pfanzen – in Ihrem Garten, auf Ihrem Balkon, am Straßenbaum vor Ihrem Wohnhaus. Kräuter eignen sich gut für Balkone, ein Mix aus Rosmarin, Salbei, Kapuzinerkresse und Lavendel bietet vom Frühjahr bis Herbst Nahrung. Im Garten sollten Sie auf einheimische, nektar- und pollenreiche Pflanzen setzen. In jeden (etwas) größeren Gärten gehört auf jeden Fall eine Sal-Weide. Mit Erfüllung Ihrer Aufgabe vom 18. Februar haben Sie ebenfalls einen wichtigen Schritt getan.

14.3.

Heute ist Cheat-Day. Nehmen Sie sich einfach gar nichts vor. Machen Sie nichts. Außerdem ist die Hälfte rum, der Sonntag Lätare wird deshalb auch „Freudensonntag“ genannt. Sollten Sie den Gottesdienst in der Erlöserkirche besuchen, dann werden Sie rosafarbige Paramente sehen: durch das dunkle Violett (Farbe der Passionszeit) scheint das freudige Weiß des Osterfestes durch. (In der Arche Noah haben wir uns die rosafarbigen Paramente gespart. Für einen Sonntag im Jahr lohnt sich das nicht.)

15.3.

Flauschig, weich, mit Aloe Vera – das ist natürlich schön für den… ähm… diesen Bereich, aber wenn man sich überlegt, dass jeder Deutsche nach Angaben einer WWF-Studie jährlich 15 kg davon verbraucht, dann sollte klar sein, dass „ein paar Sekunden Glück“ doch Probleme aufwerfen. Die Rede ist von Toilettenpapier. Weltweit werden zur Herstellung Bäume gefällt, zum Teil illegal und nicht nachhaltig in natürlichen Wäldern oder Plantagen geschlagen. Chemikalien in der Produktion und lange Transportwege kommen noch dazu. Recycling-Toilettenpapier ist die bessere Wahl. Keine Sorge, mit dem rauhen, grauen Papier aus Schul- und Autobahnklos hat heutiges Recycling-Klopapier längst nichts mehr zu tun. Der Blaue Engel garantiert, dass das Papier zu 100% aus Altpapier besteht, also kein Baum dafür gefällt werden musste. Das Hamburger Produkt „Goldeimer“ geht noch einen Schritt weiter: mit dem Kauf des Toilettenpapiers werden Sanitär-Projekte in Ländern, die keine gute eigene sanitäre Infrastruktur haben, unterstützt. #allefürklos, #klosfüralle.

16.3.

Überprüfen Sie, ob Ihr Kühlschrank dicht schließt und eliminieren Sie somit unnötigen Strommehrverbrauch und Kosten. Legen Sie dazu eine Taschenlampe in den Kühlschrank und prüfen Sie, ob Licht nach draußen dringt. Ca. 15% des Stromverbraues in einem typischen Haushalt gehen auf den Kühlschrank zurück. Sind seine Dichtungen porös oder verschmutzt, kann der Stromverbrauch schnell auf das Doppelte anwachsen.

17.3.

Zwiebelschalen, Knoblauchstücke, Möhren-, Sellerie und Kartoffelschalen, Petersilienstängel usw. nicht wegwerfen (siehe 11.3.), sondern in einem Gefrierbeutel im Gefrierfach aufbewahren. Wenn der Beutel voll ist, die Gemüsereste in einen großen Topf geben und mit Wasser bedecken. Dann mindestens 1 Stunde kochen und abseien. Fertig ist die eigene Gemüsebrühe. Man kann auch Lorbeerblätter, Wacholder und Pfeffer zugeben. Man kann die Brühe portionsweise einfrieren oder 1-2 Wochen im Kühlschrank lagern.

18.3.

Auch die GW Halstenbek bieten mit AquaWatt Ökostrom zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen an. Wechseln Sie heute!

19.3.

Der biblische Lehrtext für diesen Tag steht im Matthäusevangelium, Kapitel 7, Verse 24-27: Jesus spricht: Wer meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun der Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß.
Lernen Sie diese Textstelle auswendig. Stimmt es: Wer als Christ der Lehre Jesu folgt, kann nach schweren Erlebnissen, die das Leben hervorbringt, dennoch stabil weiter leben, wird „resilient“? Mehr oder eher als andere?

20.3.

Machen Sie einen langen Spaziergang durch Halstenbek. Und falls am 6. März die Müllsammlung wegen Corona ausgefallen ist: nehmen Sie eine Mülltüte mit.

21.3.

Schauen Sie in Ihr Badezimmer. Enthalten Ihre Kosmetikartikel, Zahnpasta, Schampoo oder Duschgel Mikroplastik? Das ist nicht nur unnötig, weil es gute Alternativen gibt, es ist vor allem schädlich. Über Meere, Böden, Luft gelangen die winzig kleinen Plastik-Kügelchen in die Nahrungskette, wie Sie auf www.quarks.de/umwelt/muell/fakten-zu-mikroplastik/ nachlesen können. Verbannen Sie alle Produkte mit Mikroplastik aus Ihrem Badezimmer. Was Sie haben, können Sie natürlich noch aufbrauchen – aber kaufen Sie niemals wieder Produkte, die Acrylates Copolymer (AC), Acrylates Crosspolymer (ACS) oder Polyquaternium (PQ) als Inhaltsstoffe auflisten.

22.3.

Menschen aufgrund ihres Geschlechts auf eine bestimmte Rolle festzulegen, ist nicht gerecht. Meist tut man das ohne böse Absicht, ohne viel darüber nachzudenken. Aber wenn verallgemeinernd von Feuerwehmännern (nicht -frauen), Krankenschwestern (nicht -brüdern), Handwerkern (nicht Handwerkerinnen) gesprochen wird, dann verfestigen sich Stereotypen. Und überhaupt: es gibt mehr und anderes als Männer und Frauen, Mädchen und Jungs. Schärfen Sie Ihr Bewusstsein, sprechen und denken Sie heute „gendergerecht“.

23.3.

Gestern haben Sie schon geübt. Tauschen Sie heute zuhause Ihre Aufgaben: was sonst Ihr Partner / Ihre Partnerin macht, machen Sie und umgekehrt.

24.3.

Mit jedem Einkauf treffen wir nicht nur eine Entscheidung darüber, was auf unserem Tisch landet, sondern auch, wie es in unserer Nachbarschaft aussieht. Discounter sind praktisch, klar, aber muss dort wirklich abgepacktes Brot gekauft werden? Bäcker Schlüter ist vor Ort – und Arbeitgeber für ca. 180 Menschen. Und weil es dort „Opa Ferdinand“ im Brotsortiment gibt, gibt es keinen Grund, Brot irgendwo anders zu kaufen.

25.3.

Kulturschaffende und Kulturbetriebe haben während des Lockdowns sehr gelitten, standen von einem Tag auf den anderen über Wochen und Monate ohne Verdienst da. Gehen Sie in ein Konzert. Oder ins Theater. Oder sehen Sie sich einen Film im Kino an. Wenn das heute nicht möglich ist oder Kultur allgemein „nicht so Ihr Ding ist“, kaufen und verschenken Sie heute einen Gutschein.

26.3.

Backen Sie einen Kuchen. Schenken Sie ihn ihrer Nachbarin. Einfach so.

27.3.

Lassen Sie den Fernseher aus. Sie müssen sicher nicht davon überzeugt werden, warum das gut tut.

28.3.

Jeden Sonntag wird in den Gottesdiensten eine Kollekte gesammelt. Sie gehen heute nicht in die Kirche? Spenden Sie und unterstützen Sie z.B. Brot für die Welt, DE10 1006 1006 0500 5005 00

29.3.

Wenn Sie heute einkaufen: kommen Sie diese Woche ganz ohne Fleisch aus? In (fast) jedem Kochbuch gibt es leckere vegetarische Gerichte!

30.3.

Statt bei Amazon zu bestellen, gehen Sie heute zur Buchhandlung Cremer. Alle lieferbaren Bücher können dort auch bestellt werden.

31.3.

Der fernsehfreie Tag am Samstag hat Ihnen gut getan? Wiederholen Sie das. Seit gestern haben Sie ja auch wieder ein gutes Buch im Haus.

1.4.

Zu den regionalen und saisonalen Lebensmitteln im April gehören u.a. Kohlrabi, Möhren, Radieschen, Spinat, Rhabarber und als Salate Chicorée, Lollo Rosso/Biondo, Feldsalat und Kopfsalat.

2.4.

Sind Sie mal aus der Kirche ausgetreten? Sie hatten sicher einen guten Grund dafür. Die Höhe der Kirchensteuer belastete zu sehr? Oder der Glaube spielte im Leben immer weniger eine Rolle? Oder Sie haben sich über etwas geärgert? Perfekt ist die Kirche ganz bestimmt nicht. Und zu glauben ist nicht immer leicht. Ehrlich gesagt, manches ist auch einfach überholt. Aber sind die Beweggründe, die damals zu Austritt geführt haben, noch aktuell? Hat sich Ihr Leben nicht auch verändert? Sollte in einer Welt, in der vieles so sinn- und hoffnungslos erscheint, die Kirche als Institution mit ihrer sinn- und hoffnungsstärkenden Botschaft nicht gestärkt werden? Treten Sie wieder ein! Das Formular dafür finden Sie auf unserer Homepage unter "Angebote (Wieder-) eintritt".

3.4.

Lernen Sie zum Abschluss ein Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch auswendig, z.B. „Gott ist gegenwärtig“. Manche Strophen sind seltsam, aber Strophe 1 und 5 bis 8 sind sehr schön. Der Lieddichter, Gerhard Tersteegen, ist übrigens heute vor 252 Jahren gestorben.